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Unterstützen Sie Mitarbeitende während der Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft ändert vieles im Berufsleben – von rechtlichen Bestimmungen während der Schwangerschaft über die Gesundheit bis hin zu Organisatorischem.

Begleiten Sie Schwangere durch diese besondere Zeit. So finden Sie gute Lösungen für die Arbeit während der Schwangerschaft und erhöhen die Chancen, dass die Mitarbeitenden Ihrem Betrieb erhalten bleiben.

Das sind wichtige Themen:

  • Schutz am Arbeitsplatz: Finden Sie gemeinsam gute Lösungen für die Arbeit während der Schwangerschaft. Passen Sie diese je nach Gesundheitszustand und entsprechend den gesetzlichen Vorgaben an.
    Achtung: Die Vorgaben ändern sich mit der fortschreitenden Schwangerschaft.
  • Angebote des Betriebs: Informieren Sie über die Regelungen und Angebote in Ihrem Betrieb, z. B. wenn ein Ruheraum zur Verfügung steht.
  • Organisation der Arbeit: Besprechen Sie – idealerweise auch gemeinsam mit dem Team – wie die Arbeit organisiert werden soll: Umverteilung der Arbeiten, Notfallplan und Stellvertretungen etc.
  • Wiedereinstieg: Besprechen Sie den Wiedereinstieg und planen Sie ihn sorgfältig. Haben Sie aber auch Verständnis, wenn werdende Eltern Zeit brauchen, bis sie wissen, wie der Wiedereinstieg aussehen könnte.

Besprechen Sie das Wichtigste in drei Gesprächen

Gewisse Punkte sollten Sie gleich zu Beginn der Schwangerschaft besprechen, andere erst kurz vor der Geburt. Mit diesen drei Gesprächen können Sie alle wichtigen Themen aufgreifen:

1. Gespräch (zu Beginn der Schwangerschaft)

  • Informieren Sie über Regelungen in Ihrem Betrieb: Mutterschafts-, Vaterschafts- oder Elternurlaub, Lohnfortzahlung, Wiedereinstieg etc. und erwähnen Sie die zwei folgenden Gespräche (wann, warum).
  • Besprechen Sie den Gesundheitszustand der Mitarbeiterin. Diskutieren Sie Möglichkeiten, damit die Arbeit gut erledigt werden kann, z. B. das Angebot eines Ruheraums oder Homeoffice.
  • Fragen Sie die Mitarbeiterin, ob sie sich von einer Person zu den nächsten Gesprächen begleiten lassen möchte. Besonders hilfreich ist eine Begleitung, wenn die Schwangere die am Arbeitsplatz gesprochene Sprache nur teilweise beherrscht.

2. Gespräch (etwa 2 Wochen später)

  • Besprechen Sie die aktuelle Situation am Arbeitsplatz: Physische Beanspruchung, Verantwortung für Personen, gegenwärtige Vertretung etc.
  • Regeln Sie den Informationsaustausch: Wer informiert wen intern, in den Teams etc.?
  • Besprechen Sie Ihre Erwartungen an die schwangere Mitarbeiterin.
  • Ist eine Arbeitsreduktion während der Schwangerschaft nötig bzw. absehbar?
  • Erkundigen Sie sich, ob der Wunsch auf Verlängerung des Mutterschaftsurlaubs durch Ferien, einen unbezahlten Urlaub etc. besteht.
  • Falls gewünscht: Informieren Sie zu Kinderbetreuung

3. Gespräch (ca. 8 Wochen vor Geburtstermin)

  • Besprechen Sie den Gesundheitszustand.
  • Planen Sie die Aufteilung der Arbeiten während der Abwesenheit.
  • Besprechen Sie ggf. nochmals die Verlängerung des Mutterschaftsurlaubs durch Ferien, einen unbezahlten Urlaub etc.
  • Was wünschen sich Mitarbeiterin und Arbeitgeber/in im Hinblick auf den Wiedereinstieg? Ist eine Pensenreduktion ein Thema? Falls ja: Schliessen Sie vor der Geburt einen Zusatz zum Arbeitsvertrag ab oder regeln Sie es in der Wiedereinstiegsvereinbarung.
  • Informieren Sie über das Stillen am Arbeitsplatz (bezahlte Arbeitszeit, Ort zum Stillen etc.).